Gartentipp

Der aktuelle Gartentipp

Die Bezirksgartenfachberaterin informiert

 

Tipps für die Sommermonate

Der Garten zeigt sich nun von seiner schönsten und üppigsten Seite. Man kann Beeren und Gemüse vom Strauch und Beet naschen, warme Sonnenstunden und laue Sommerabende voller Geschmack und Duft genießen. Auf extreme Temperatur- und Niederschlagsschwankungen werden wir uns mehr und mehr einstellen müssen. Sie sind eine Herausforderung für uns und unsere Pflanzen gleichermaßen. Der Mai war wieder einmal zu trocken, deshalb sollte man sich mit Möglichkeiten der Bodenbedeckung und der Bewässerung intensiver beschäftigen, um die Verdunstungsgefahr einzuschränken (z. Bsp. Tröpfchenbewässerung direkt im oder am Boden auch mit gesammeltem Regenwasser möglich u.v.a.m.). Grundsätzlich sollte Wasser konzentriert direkt an die zu bewässernden Pflanzen gegeben werden, damit die Wurzeln erreicht und die Blätter nicht benetzt (Vermeidung von Pilzinfektionen besonders bei Tomaten) werden. Regenwasser ist in jedem Fall zu bevorzugen.

Die vielen silbrig feinen Netze der Spinnmilben sind auch Folge der Trockenheit, die man selbst mit Wasser abspülen oder den Tierchen durch Schachtelhalm- oder Brennnesseltee den Appetit verderben kann. Häufig erledigt der Regen diese Arbeit. Die Erdbeeren sollten immer trocken z. Bsp. auf Stroh, Folie o.ä. am Boden liegen, um der Fruchtfäule vorzubeugen (auch bei der Bewässerung unbedingt beachten). Die ersten im März gesäten Erbsen können in Juni geerntet und widerstandsfähige Zuckerschoten gegen Mehltau (z. Bsp. Delikata, Zuccola) können noch bis Juli nachgesät werden. Kohlrabi können bis Mitte Juni ausgesät und bis Ende Juli gepflanzt werden für die Herbsternte. Kohlweißlinge vergrämen soll ein Kaltwasserauszug aus Blättern und Geiztrieben der Tomaten, es wäre einen Versuch wert. Die letzte Möhren- und Mangoldsaat ist noch Ende Juli möglich und die Aussaatzeit für Feldsalat und Herbstspinat beginnt erst im Juli und geht bis August/September. Beete, die nicht bepflanzt werden, sollte man nicht brach liegen lassen, sondern Gründünger (z. Bsp. Bienenfreund, Buchweizen, Lupine, Sommerwicke, Inkarnatklee, Tagetes, Ringelblume usw.) säen, der den Boden bedeckt, Wildkraut unterdrückt und eine bodenverbessernde Wirkung hat.


Bitte unbedingt daran denken, dass die ab Juli zu erntenden Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen gleich danach geschnitten werden sollten. Auch die ersten Frühäpfel können nach der Ernte ihren Sommerschnitt bekommen. Wissen sollte man auch, je früher man Gurken und Zucchini erntet, je mehr Früchte setzen sie an.

Ich wünsche allen Lesern dieser Seite viel Freunde, Erfolg und Spaß beim Ernten und Genießen in der schönen Sommerzeit mit interessanten Obst- und Gemüsevarianten auch auf dem Grill, denn es muss nicht nur Fleisch und/oder Fisch sein.

Marianne Lach-Diehl
Stellv. Vorsitzende für Gartenfachberatung/Schulungen